Donnerstag, 10. Mai 2012

Montenegro 2012 - Tag 4

Heute wollen wir uns den großen See zwischen Montenegro und Albanien anschauen. Den Skutarsko Jezero.
Allerdings fahren wir nicht direkt zum See sondern fahren die sogenannte Klosterroute entlang.

Svac

Von Petrovac aus fahren wir Richtung Süden. Zwischen Bar und Ulcinje verlassen wir die Küstenstraße und biegen auf eine Nebenstraße ab, die uns zunächst über ein paar Serpentinen an den steilen Hängen hoch führt und sich dann langsam in Richtung Landesinnere zur Ortschaft Krute dreht.
Auf der gleichen Straße geht es weiter in den kleinen Ort Vladimir wo wir dann in Richtung Svac abzweigen.

Die beiden ehemaligen Klosteranlagen sind gut angeschrieben. Wir parken unser Auto auf einem kleinen Schotterplatz und machen uns dann zu Fuß auf den Weg. Über einen einfachen, von den Schafen regelmäßig "gemähten", Fußballplatz kommen wir auf einen kleinen Fußweg der uns zu den Ruinen hoch bringt.
Wir schauen uns aber nur die südlichere der beiden Ruinen an. Leider bleibt uns dabei der erhoffte Blick auf den kleinen See Sasko Jezero verborgen.
Also machen wir uns wieder auf den Weg zu unserem Auto und fahren ein Stück weiter bis zum Restaurant Shasi. Doch auch von hier sieht man den See nicht. Nachdem wir dann noch ein kurzes Stück weiter in Richtung Süden gefahren sind und den See noch immer nicht sehen, belassen wir es dabei und fahren zurück nach Vladimir.

Skutarisee

In Vladimir angekommen biegen wir rechts auf die Straße in Richtung des Skutarsko Jezero ab. Über viele Kurven und einige kleine Ortschaften nähern wir uns langsam den großen See.

Nach einer scharfen Linkskurve eröffnet sich uns ein beeindruckender Blick auf den riesigen Skutariesee und den dazugehörigen Nationalpark.
Leider stauen sich an den Bergen die Wolken und es beginnt ziemlich stark zu regnen. Die Moutainbiker, die ebenfalls in der Kehre stehen geblieben sind, beneiden wir dabei nicht. Auch wenn sie sich eine große Plane als Regenschutz mitgenommen haben...
Ein paar Fotos sind uns aber dann doch noch gelungen!
Nachdem der Regen fast aufgehört hat machen wir uns wieder auf den Weg und fahren hoch über dem See der schmalen Straße entlang. Glücklicherweise ist hier nicht viel los, so dass wir nur sehr selten in eine der Ausweichbuchten fahren brauchen.
Nach einiger Zeit finden wir den Wegweiser zur Ortschaft Donji Murici. Diese bietet einen der wenigen Zugänge zum See. Also verlassen wir die Verbindungsstraße und fahren eine abenteuerliche kleine Straße über viele Serpentinen hinunter in die Ortschaft.
Einmal mehr machen wir mit der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen in diesem Land Bekanntschaft, als uns ein Herr darauf aufmerksam macht, dass wir die falsche Gasse erwischt hatten. Also wieder ein Stück hoch und die andere Straße genommen.
Kurz danach erreichen wir auch schon den kleinen Schotterparkplatz am Seeufer.

Von hier aus genießen wir den Blick über den See und nutzen die Gelegenheit für eine kleine Pause, die uns Allen nach der langen Fahrt gut tut.
Anschließend fahren wir wieder hoch zur Verbindungsstraße und fahren weiter in Richtung der Ortschaft Virpazar.
Viele Kurven und einige Serpentinen später führt uns die Straße von den steilen Hängen hinunter in den Ort, wo wir auf der großen Hauptstraße nach rechts in Richtung Podgorica abbiegen.
Schon kurz danach erreichen wir wieder den See. Über die Brücke und den Damm überqueren wir ihn und parken uns beim Nationalpark-Zentrum ein.
Eigentlich möchten wir uns in dem Restaurant eine Kleinigkeit zu Essen kaufen - vor allem für Clemens. Da es sich dabei aber um einen "4-Sterne-Nobelschuppen" handelt, lassen wir das lieber bleiben.
Eigentlich möchten wir uns ja noch die Ruinen des ehemaligen Klosters Lesendro anschauen. Da aber an dem Damm kein vernünftiger Gehsteig entlang führt lassen wir das auch lieber bleiben...

Rijeka Crnojevica

Wir fahren also wieder zurück nach Virpazar und biegen dort von der Hauptstraße nach rechts Richtung Rijeka Crnojevica ab. Auch hier windet sich die Straße schon bald wieder über etliche Serpentinen die steilen Berghänge hoch und führt uns wieder mit vielen tollen Ausblicken über den Skutarsko Jezero in Richtung Norden.
Unzähllige Kurven und etliche andere unübersichtliche Stellen später haben erreichen wir über die "neue" Brücke Novi Most die kleine Ortschaft Rijeka Crnojevica.

Wir parken unser Auto vor dem Restaurant bei der alten Brücke Stari Most. Nach einer kleinen Jause in dem Restaurant machen wir uns auf zu einer - laut Wanderführer leichten - Wanderung dem Fluss entlang.
Auch hier machen wir wieder gute Erfahrungen mit der Hilfsbereitschaft der Montenegriner, als uns ein netter älterer Herr auf den richtigen - aber kaum sichtbaren - Abzweiger des Wanderwegs aufmerksam macht.
Zunächst geht der Weg noch gemütlich zwischen den Bäumen hindurch, bis dann der steile Anstieg folgt. Weshalb dieser Weg in dem Wanderführer als leicht eingestuft wird, will sich uns nicht so recht eröffnen und wir wollen nicht wissen wie steil dann die "schweren" Routen durch das Gelände führen...

Wir gehen bis zu zwei Aussichtspunkten der Strecke, von wo wir schöne Blicke über das ganze Tal genießen. Am hinteren großen Aussichtpunkt, an dem auch ein kleiner Wetterunterstand aufgebaut ist, machen wir erst einmal eine kurze Pause.
Nach einem Blick auf die Wassermenge die der Fluss aufgrund der Regenfälle in den letzten Tage führt beschließen wir dem Weg nicht weiter zu folgen, sondern umzudrehen. Schließlich wissen wir nicht, ob die Passage durch den Fluss bei dem Pegelstand begehbar ist...
Wieder zurück beim Auto machen wir uns wieder auf den Weg zurück nach Virpazar und von dort aus weiter nach Petrovac. Dieses Mal nehmen wir aber die Strecke über die Berge und nicht durch den mautpflichtigen Tunnel.
Die Bergstraße eröffnet uns noch einmal ein paar grandiose Blicke über den großen See und bildet so einen schönen Abschluss für diesen langen und anstrengenden, aber auch wunderschönen Tag.

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