Freitag, 18. Mai 2012

Montenegro 2012 – Tag 12 – Biogradska Gora – Tara-Schlucht – Sedlo – Morača-Tal


Nachdem der Wetterbericht für die nächsten Tage studiert ist machen wir uns auf den Weg zu einer Runde im nördlichen Montenegro.

Nationalpark Biogradska Gora

Von Kolašin in Richtung Norden gelangen wir schon nach wenigen Kilometern zur Einfahrt in den Nationalpark Biogradska Gora. Einem der letzten Urwälder Europas, weshalb er auch von der UNESCO als Weltnaturerbe unter besonderen Schutz gestellt wurde.


Kurz nach der Einfahrt in den Nationalpark kommen wir zu einem Schranken, der uns nach der Bezahlung des Eintritts von 3€ pro Person geöffnet wird und wir können weiter fahren.
Über eine erstaunlich breite Straße, die auch in einem tadellosen Zustand ist, erreichen wir nach einigen Serpentinen den See Biogradsko Jezero.
Auf dem kleinen Parkplatz lassen wir das Auto stehen und machen uns entgegen dem Uhrzeigersinn auf den Weg zu einem Spaziergang rund um den See.

Am hinteren Ende des Sees kommen wir zu einer kleinen Holzbrücke, die uns über den Abflauf des Sees führt. Von hier aus geht es nochmal am Seeufer entlang, bis wir den deltaförmigen Zulauf des Sees erreichen. Hier führt uns der Weg abermals über eine Brücke, die dann fließend in einen hölzernen Steg übergeht, der uns auch den Großteil des Ostufers über begleitet.

Erst kurz bevor wir wieder zum Parkplatz zurück kommen begegnen uns die ersten Touristen. Am Parkplatz angekommen sind wir froh, dass wir schon so früh unterwegs waren, denn nun stehen hier gleich 3 Autobusse voller Touristen, die nun auch den See erkunden wollen (oder zumindest das obligatorische „ich-war-hier-Foto“ machen um sich dann zum Mittagessen in das Restaurant begeben... einer der Hauptgründe warum wir, wann immer es geht, als Individual-Reisende unterwegs sind...)

Tara-Schlucht

Vom Nationalpark Biogradska Gora aus fahren wir weiter der Tara entlang wieder hinauf Richtung Žabljak. Heute haben wir bedeutend besseres Wetter und so können wir das eindrucksvolle Panoram der Tara-Schlucht in vollen Zügen genießen. Auch die Sonne blinzelt immer wieder durch die Wolken. So werden auch die Fotos gleich viel lebendiger als gestern.

Kurz vor Žabljak verlassen wir wieder die Tara und machen uns auf den Weg zum Zmijinje Jezero. Da hier aber das Wetter schon wieder schlechter ist und es regnet, kehren wir am Ende der Asphaltstraße kurz nach der Abzweigung beim Crno Jezero wieder um und fahren weiter.

Sedlo

Nur ein kurzes Stück südlich von Žabljak der großen Hauptstraße entlang finden wir die Abzweigung zu der Ortschaft Virak. Über diese Abzweigung fahren wir auf eine kleinen Nebenstraße. Bei der nächsten Kreuzung aber dann nicht nach Virak sondern nach links zum Berg Sedlo. Über die kleine Passstraße fahren wir immer höher hinauf und treffen auch schon wieder auf die ersten Schneefelder.
Auf der Höhe des kleinen Sees Valovito Jezero kehren wir bei einer alten, halb verfallenen Almhütte um, da es auch hier heroben regnet und ziemlich stark stürmt.

Auf dem Weg hinunter zur Hauptstraße wird das Wetter dann kurzzeitig etwas freundlicher und wir erwischen sogar ein paar kurze „Sonnenlöcher“ in denen der See und die grünen Wiesen in den schönsten Farben leuchten. Stürmisch ist es aber immer noch...

Morača-Tal

Wir fahren weiter in Richtung Šavnikšin. Das erste Stück führt uns die abenteuerliche Straße durch eine kleine Ortschaft und mündet schon nach nicht einmal 3 Kilometern wieder in eine deutlich größere – nämlich 2spurige – Straße.
Diese führt uns schon bald an den Fluss Morača, der weit unterhalb der Straße in einem tief eingeschnittenen Tal fließt. Wir folgen der Morača nun gute 60 Kilometer und genießen das unglaubliche Panorama. Hier ist uns das Wetter wieder gnädig und verwöhnt uns mit einigen Sonnenstrahlen zwischendurch, was uns beim Fotografieren natürlich sehr entgegen kommt.
Die Straße führt uns über unzählige Serpentinen hoch und wieder runter. Den in der Karte (aus dem Jahr 2008!) eingezeichneten Tunnel gibt es zwar, jedoch wurde er bis heute nicht fertig gestellt...

Schließlich stoßen wir wieder auf die große Hauptverbindungsstraße M2 wo wir in Richtung Kolašin die Morača verlassen und über einen Pass wieder zu unserem Hotel zurück fahren.

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